348. J.C. Franken1 aan O. Noordmans
Oud-Loosdrecht, 26 mei 1925
Zeer geachte ds. Noordmans,
In persoonlijke vriendschap met Brunner2 staande, houd ik hem ook op de hoogte van de discussies in ons land over de Zwitserse theologie. Het bleek mij, dat uw artikel3 in Eltheto hem onbekend is. Ik zelf las het met de grootste instemming, daar Brunner en ik in theologisch denken geheel verschillen; toen hij twee jaar geleden bij mij logeerde, hebben wij elkaar op menig punt heftig bestreden. Sindsdien zijn wij in onafgebroken correspondentie en ik gaf hem ook een uitvoerig overzicht van de lezing van prof. Kohnstamm4 te Utrecht,5 die ik bijwoonde, waarop hij ook uitvoerig antwoordde. Daar u dit ongetwijfeld zal interesseren, zal ik enkele punten citeren uit zijn brief. ‘Die Scheidung von Religion und Theologie, Leben und Denken, die wir angeblich machen, wird ja von uns gerade bekämpft. -- Wenn man uns vorwerfen wolle, wir vereinerleien Theologie und Glaube und fallen also wieder in den alten Fehler der Orthodoxie, so würde man uns viel eher treffen, trotzdem wir freilich dagegen etwas zu erwidern haben würden. Der ‘reine’ Gegensatz zwischen Mensch und Gott ist allerdings bei Barth unter den Einfluss kritizistischer Gedanken etwas mißverständlich herausgekommen. Es handelt sich bei uns um keinen andern, als um den des αιον ουτοσ und αιον μελλον,6 der gefallenen und der ursprünglichen und wiederherzustellenden Schöpfung. Dass wir allerdings diesen Gegensatz wieder sehen, während ihn die gegenwärtige Theologie fast nicht sieht, dass wir darum ganz und gar ‘eschatologisch’ und darum dialektisch-paradox denken, gerade wie die Bibel und die Reformatoren es tun, das ist das Neue bei uns, im Grunde gar nichts Neues, sondern neu nur weil es vergessen war. Etwas dialektische Beunruhigung ist wohl ganz besonders auch den Herren Orthodoxen notwendig. --Ich kann dir gar nicht sagen, was für unerhörte Erkenntnis einem zufällt, wenn man einmal verstanden hat, was mit dieser Dialektik gemeint ist, wie sich alles in der Bibelwelt erhellt, klar und einfach wird. (Als antwoord op mijn vraag:) Ja, ich glaube darum auch, dass wirklich etwas anders werden wird, gerade auch in praktischer Beziehung, im Kirchenproblem. (Ik schreef hem over het onklare kerkbegrip van Barth, vooral in Barth’s laatste artikel in Zwischen den Zeiten: Menschenwort und Gotteswort, en de bijna sofistische wendingen, die daarin voorkomen, bv. p.124 bovenaan: die Bibel ist Gottes Wort, weil sie es ist. Gewiss, dieses ‘ist’ der Vorzug der Bibel vor den Upanishaden.--) Das Sündenbewusstsein. Wie hat wohl der Herr Kohnstamm mein Buch Die Mystik und das Wort, gelesen wo die Lehre von der Sünde wohl die bisher klarste Darstellung gefunden hat, seitens unserer Gruppe? Wo kommt dort auch nur ein Wort vor von einem metaphysischen Gegensatz zwischen Gott und Mensch, während umgekehrt alles auf die Rebellion des Menschen gegen seinen Schöpfer zurückgeführt wird. Aber weil wir allerdings, wie Paulus, auch die ganze Welt, in ihrer jetzigen Zeiträumlichkeit, zur φθορα7 rechnen, weil wir in der Tat wie die Bibel einen neuen Himmel und neue Erde erwarten, darum passt es dem offenbar mit der jetzigen Welteinrichtung recht zufriedenen Herrn Kohnstamm nicht in den Kram. Dass wir in unserer Theologie alles auf die Offenbarung in Christus bauen, hat er nicht gemerkt, darum, weil wir mit Luther und Calvijn lehren, dass diese Offenbarung zugleich eine Verhüllung sei, nämlich die Verhüllung mit der Finsternis dieser Welt, eine Verhüllung, die darum die Offenbarung nicht zu einem Schauen, sondern nur zu einem Glauben werden lässt. Aber daran ist wohl auch die Schwerverständlichkeit der barthschen Ausführungen und eine gewisse Unklarheit in seiner Bestimmung der Grenze zwischen dem Ewigen und dem Geschichtlichen in der Christusoffenbarung mitschuldig. Damit erledigen sich auch die absurden Behauptungen inbetreff des Gebetes und der Versöhnung.Im ganzen kann ich mir die greulichen Missverständnisse des Herrn Kohnstamms nur daraus erklären, dass diese Leute offenbar gar nichts wissen von der Krisis der gegenwärtigen Theologie, die darum unsere Fragestellung nicht verstehen, sondern alles an ihrem orthodoxen Kanon messen, ohne Verständnis zu haben für die Bewegtheit. Sie sind eben darin richtig bornierte und starre Orthodoxe, die nicht merken, dass der Glaube Bewegung ist und darum dialektisch zweideutig sein muss, wie es doch Calvin, auf den sie sich mit Unrecht berufen, so gut gewusst hat.’ Uw critiek in Eltheto was hem nog onbekend. Hij vroeg mij dit hem toe te sturen. Ik heb het juist aan prof. Ovink8 ter lezing gegeven; ik had het zelf te leen. Nu wilde ik u vragen of u soms een overdruk bezit en die wilt afstaan om aan Brunner toe te sturen. Hij leest reeds Hollands. Ik vertaalde onlangs het artikel van prof. Aalders9 voor hem; maar dit is niet meer nodig. Daar u mij niet kent, schrijf ik u nog, dat ik behoor tot de richting der Marburger Neokantianen (in hoofdzaak echter Rudolf Stammler10 en een directe leerling ben van prof. Ovink, daarnaast ook theoloog ben in zoverre dit de vakstudie betreft. Allerminst behoor ik tot de richting van dr. Snethlage,11 die trouwens in ons ‘Genootschap voor Critische Philosophie’ vrijwel alleen staat. Met de meeste hoogachting, uw dw.
Joh. C. Franken.
(AN)